Naturkontakte: Bleib mir bloß vom Leib

Das scheint uns der rote Flusskrebs mit seinen drohend nach oben aufgerichteten Scheren klar machen zu wollen. Er hatte auch allen Grund dazu: Denn ausgerechnet beim Naturbeobachter-Festival in Bochum am letzten Sonntag im August, den 27ten  startet er vom Kemnader Stausee-Ufer aus einen Landausflug – direkt in Richtung der Festzelte. Was er da wollte ist unklar, zumal er eigentlich ein Fan der Dunkelheit ist und das Tageslicht eher meidet.
Der rote Geselle ist der Amerikanische Sumpfkrebs. Gartencenter und Zoogeschäfte verkaufen ihn. Und so büchst der Amerikaner dann aus dem einen oder anderen Gartenteich aus und landet bei uns in Parkteiche, Stauseen, Flüsse und Bäche. Der Haken an der Geschichte: Der bis 15cm große Krebs überträgt eine Krankheit, die sogenannte „Krebspest“. Er selbst kann damit ganz gut umgehen, aber unserer beiden einheimischen Krebse, der Edelkrebs (Flusskrebs) und der Steinkrebs nicht, sie sterben an der Krebspest.
Also dringende Bitte: Wird er irgendwo zum Kauf angeboten – egal ob in einer Gartenabteilung eines Baumarktes oder direkt im Aquariengeschäft: Gar nicht erst kaufen oder peinlich genau darauf achten, dass er nicht ausbüchst.
Foto: Wildes Ruhrgebiet – Alexander Krebs
Text: Wildes Ruhrgebiet – Peter Schütz

 

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